Brandmeldealarm Hotel Zentral - 16.08.2017

  • fehlalarm

Brandalarm Hotel Zentral, Fehl- / Täuschungsalarm

Einsatzort: Stöcklfeld, Kirchberg in Tirol
Datum / Uhrzeit: 16.08.2017 / 21:12 Uhr
Einsatzkräfte vor Ort: FF-Kirchberg

 

 
Entworfen von: Egger Thomas

Who's Online

Aktuell sind 90 Gäste und keine Mitglieder online

Hinweis:
Auszug aus dem Ratgeber für Brandschutz vom BM.I;
Dieses Dokument steht in voller Länge als PDF in der Rubrik "Download Area" zur Verfügung.

Allgemeines

Österreichweit löschen derzeit 4871 Feuerwehren jährlich in Summe einen Schnitt ca. 30.000 Brände, davon sind 90% im Klein- bis Mittelbrandbereich. Statistisch gesehen bedeutet das, dass es pro Stunde mehr als 3 Brände entstehen und jährlich ein Schaden von rund 260 Mio. Euro zu verzeichnen ist.

Brandschadenstatistik:

Image

Image

Bei diesen Bränden werden durchschnittlich 800 Menschen durch die Feuerwehr gerettet bzw. in Sicherheit gebracht. Bedauerlicherweise müssen trotz aller Bemühungen der Feuerwehren immer wieder 50-100 Brandtote verzeichnet werden. Weitere 300 tragen schwere Verletzungen davon.

Zu Ihrer eigenen Sicherheit informieren Sie sich bitte bei jeder Möglichkeit:

  • wo sich das nächste Telefon oder die nächste Telefonzelle befindet
  • über vorhandene Feuerlöscheinrichtungen
  • über den nächstgelegenen Rettungsweg

Brandursachen sind:

  • Blitzschlag und Feuer
  • Selbstentzündung
  • Wärmegeräte ( Heizstrahler, Heizkanonen etc. )
  • Mechanische Energie
  • Elektrische Energie
  • Offenes Licht und Feuer ( beispielsweise Zigaretten )
  • Behälter Explosion
  • Kinderbrandstiftung, Brandstiftung
  • Sonstige Zündquellen

nach oben

Vorbeugender Brandschutz

Der vorbeugende Brandschutz umfasst:

  1. Brandgefahren und brandsicheres Verhalten
    ( alle persönlichen Vorkehrungen zur Brandverhütung )
  2. Baulicher Brandschutz
    ( alle baulichen und organisatorischen Maßnahmen zur Schadensbegrenzung im Brandfall )
  3. Orstfeste Brandschutzeinrichtungen
    ( Brandmeldeeinrichtungen, Automatische Löschanlagen usw. )

Vorbeugen ist besser als Löschen!

 

1. Brandgefahren und brandsicheres Verhalten

Jeder Bürger kann ganz wesentlich dazu beitragen, die Anzahl und das Ausmaß von Bränden zu reduzieren. Bauliche Brandschutzmaßnahmen, wie z.B. Brandwände zwischen Wohngebäuden, begrenzen zwar die Ausdehnung eines Brandes, können jedoch Brände nicht verhindern. Die Entstehung von Bränden ist daher weitgehend vom brandschutzgerechten Verhalten eines jeden Bürgers abhängig. Die nachfolgenden Ausführungen sollten daher jedem Bürger Hinweise für sein sicherheitsbewusstes und brandschutzgerechtes Verhalten geben.

Jedes Gebäude hat einen oder mehrere Treppenräume. Flure zu Treppenräumen und Treppenräume sind Rettungswege die ins Freie führen. Es ist wichtig, dass man sie im Gefahrenfall ungehindert begehen kann, denn was für die Hausbewohner der Rettungsweg ist, ist für die Feuerwehr gleichzeitig der Angriffsweg. Halten Sie daher diese permanent frei von brennbaren und/oder sperrigen Gegenständen, wie z.B. Fahrräder, Pappkartons, Möbel, Farben, Kraftstoffe oder Ähnlichem. Türen und Rettungswege sind meist so konstruiert, dass sie im geschlossenen Zustand einer Rauch- und Brandausbreitung Widerstand leisten können, daher sind diese Fluchtwege ständig geschlossen - aber niemals (!) zugesperrt - zu halten.

Beachten Sie bitte auch,

 

Für alle Raucher:
Unachtsamkeit beim Rauchen, besonders das Wegwerfen von brennenden Streichhölzern oder glimmenden Zigarettenresten, ist eine häufige Brandursache!

Keinesfalls geraucht werden darf:

  • in brandgefährlicher Umgebung (Wärenhäuser, Theater, holz-, textil- oder papierverarbeitenden Arbeitsstätten)
  • Beim Umgang mit brennbaren Flüssigkeiten wie z.B. auf Tankstellen oder in Putzereien (Lösungsmittel, Fleckputzmittel, Farben, auch wasserlösliche Lacke sind brennbar)

 

2. Baulicher Brandschutz

Ziel des baulichen Brandschutzes ist es, Personen und Sachen in Bauwerken vor Brandeinwirkung zu schützen. Dazu ist es notwendig, einen Brand über einen bestimmten Zeitraum innerhalb eines Gebäudes zu begrenzen und das Übergreifen des Brandes auf benachbarte Bauwerksteile während dieser Zeit zu verhindern.

Bauliche Vorkehrungen erleichtern den Feuerwehreinsatz.

  • Steigleitungen und Wandhydranten
  • Bauliche Brandabschnittstrennung
  • Einbau von Brandschutztüren

Wesentliche Grundlagen für den baulichen Brandschutz sind:

  • Rechtliche Anforderungen
    ( festgelegt durch Bautechnikgesetze bzw. -verordnungen der Bundesländer, des Staates sowie den EU-Richtlinien)
  • Technische Anforderungen
    ( Ö-Normen, Technische Richtlinien für den Vorbeugenden Brandschutz (TRVB), etc. )

 

2.1 Rechtliche Anforderungen

Je nachdem wie lange ein Gebäude bzw. eine Konstruktion einer Brandeinwirkung Widerstand leisten soll, werden in der Baugesetzgebung an die Brandwiderstandsdauer der Bausausführung zeitlich gestaffelte Anforderungen gestellt:

Image

 

2.2 Technische Anforderungen

Unter die technischen Brandschutzforderungen fallen

  • Brandverhalten von Bauprodukten bzw. Baustoffen
    ( schwerbrennbar, normalbrennbar, leichtbrennbar, brennbar mit Rauchentwicklung, brennbar mit brennenden Abtropfen )
  • Feuerwiderstandsfähigkeit von Bauteilen
    ( Erhaltung der Tragfähigkeit, Raumabschluss -dichtheit, Wäremedämmung )
  • Brandabschnitte
    ( Brandabschnitte sind brandbeständig abgeschlossene Teile innerhalb eines Bauwerkes zu anderen Räumen, Bsp.: Heizräume, Brennstofflager, Aufzugsschächte )

 

2.3 Fluchtwege und Notausgänge

Fluchtwege sind bauliche Sicherheitsvorkehrungen, die es Personen ermöglichen das Gebäude rasch und sicher verlassen zu können. Im Normalfall dürfen Fluchtwege eine maximale Länge von 40m bis zum Erreichen eines sicheren Fluchtbereiches haben. Weiters müssen diese standfesten Gegenständen begrenzt und in voller Breite ohne Einengung passierbar sein.

Notausgänge sind Ausgänge, die von einem Fluchtweg in einen gesicherten Fluchtbereich oder direkt ins Freie führen. Türen von Notausgängen müssen von innen ohne fremde Hilfe leicht zu öffnen sein.

Die freie Durchgangsbreite von Fluchtwegen und Notausgängen ist maximale ihnen zugeordnete Personenanzahl zu bemessen!

Fluchtwege sind gut sichtbar erkenntlich zu machen und gegebenfalls netzunabhängig zu beleuchten.

Image

  

Ortsfeste Brandschutzeinrichtungen

Ortsfeste Brandschutzeinrichtungen werden eingestetzt, um auch bei hoher Brandgefährung das Brandrisiko klein zu halten. Der Einbau ortsfester Brandschutzeinrichtungen kann von der Behörde aufgetragen werden aber auch im eigenem Interesse erfolgen.

Ortsfeste Brandschutzeinrichtungen sind:

  • Brandmeldeeinrichtungen ( "Rauchmelder", automatische Brandmeldern, Druckkopfmelder, )
  • Automatische Löschanlagen (Sprinkleranlagen, Funkenlöschanlagen, Schaum- Gas- Pulverlöschanlagen etc. )
  • Rauch- und Wäremabzugsanlagen
  • Einrichtungen zur automatischen Brandabschnittsbildung
  • Analgen zum Schutz gegen unbeabsichtige Zündung
  • Einrichtungen zur Sicherung der Flucht und Unterstützung des Feuerwehreinsatzes

Image

 nach oben

Vorsicht Brandstifter!

Immer wieder legen Brandstifter in Wohnhäusern Feuer. Dabei kommt es häufig zu schwerem Personen- und Sachschaden. Brandstifter bevorzugen Wohngebäude mit offenen Haus-, Keller-, und Dachbodentüren. Besonders Gebäude mit viel umherliegendem Sperrmüll, abgestellten Kinderwagen, brennbaren Fußmatten, "Brennbare Flüssigkeiten" (Farben, Lacke, Verdünnung, Benzin, Diesel etc.) oder überquellenden Mülltonnen machen ihnen die Arbeit leicht. Es sollte daher immer großer Wert auf Ordnung, Sauberkeit und ausreichende Beleuchtung gelegt werden. Sicherheitsbewusste Bürger können dazu beitragen, dass durch Verschließen von Keller- und Dachbodentüren und Schließen der Hauseingangstüren eine Brandstiftung von vornherein erschwert wird.

Merke:
Ein guter Schutz gegen Einbruch ist auch ein guter Schutz gegen Brandstiftung.

Schon mit geringem Aufwand können Hausverwaltung und Bewohner die passive Sicherheit ihres Hauses spürbar erhöhen:

  • Schließen Sie Keller- und Bodentüren ab.
  • Halten Sie Treppenräume und Flure (Fluchtwege) frei von Kinderwagen, Sperrmüll u.a. brennbaren Materialien, sie sind willkommene Ziele für Brandstifter!
  • Halten Sie auch die Zugänge zu Mülltonnen verschlossen.
  • Reparieren Sie defekte Hausflurbeleuchtungen umgehend.
  • Versehen Sie Treppenräume und Flure mit Rauchwarnmeldern.
  • Sprechen Sie verdächtige Personen im Haus an oder alarmieren Sie die Polizei.

Weitere Tips zur Brandvorbeugung in veschiedenen Wohnbereichen....

nach oben

 

Brandschutzgerechtes Verhalten im Kellerbereich

Während Dachstuhlbrände meistens höheren Schaden verursachen, stellen Kellerbrände häufig eine größere Gefährdung der Hausbewohner dar. Durch offen stehende oder durch von der Feuerwehr zur Brandbekämpfung geöffnete Kellertüren gelangt der Brandrauch zunächst in die Treppenräume und bei falschem Verhalten der Hausbewohner, infolge des Öffnens der Wohnungstüren, auch in die Wohnungen und führt dort zu starken Verqualmungen und evtl. zu Panikreaktionen der Bewohner. Zur Vermeidung sind die Wohnungseingangstüren grundsätzlich geschlossen zu halten und den Anweisungen der Feuerwehr ist unbedingt folgezuleisten.

Für Kellerbrände gibt es ähnliche Ursachen wie für Dachstuhlbrände. Durch die Ansammlung vielfach großer Mengen brennbarer Materialien besteht in Kellerräumen eine erhebliche Brandgefahr. In Neubauten sind bauliche Maßnahmen zur Abtrennung der Kellerräume vom übrigen Wohngebäude vorgeschrieben, u.a. feuerbeständige Wände und Decken und feuerhemmende, selbstschließende Türen zu den Treppenräumen. Bei Altbauten sind diese Maßnahmen meistens nicht vorhanden. Aufgrund des Bestandschutzes für Altbauten können verbesserte bauliche Brandschutzmaßnahmen jedoch grundsätzlich nur freiwillig vom Hauseigentümer veranlasst werden.

Eine weitere erhebliche Brand- und Explosionsgefahr besteht, wenn Kraftstoffe, Farben, Lacke, Verdünner, Spraydosen, Campinggasflaschen usw. in Kellern aufbewahrt werden. Die meisten brennbaren Dämpfe sind schwerer als Luft und sammeln sich daher vorzugsweise in Kellern an. Die Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten ist daher nur in geringem Maße zulässig (max. 20 Liter in nicht zerbrechlichen Behältern für den gesamten Kellerraum - nicht pro Kellerverschlag). Die Lagerung von Druck- und Flüssiggasbehältern im Kellerbereich ist völlig verboten.

  • Kellertüren sollten feuerhemmend, selbstschließend und verschlossen sein
  • Hausanschlussräume sollten gekennzeichnet werden
  • Absperrvorrichtungen (Gas, Wasser, Strom) müssen zugänglich und die Türen hierfür müssen beschriftet sein
  • die Kellergänge sind frei zu halten
  • Kellerräume ständig entrümpeln
  • Kellerfenster - auch von Mieterkellern - sollen zugänglich sein, sie dienen im Brandfall als Rauchabzug
  • Kellergänge sind elektrisch zu beleuchten (VDE-Richtlinien beachten), kein offenes Licht verwenden
  • In Kellerräumen keine Behälter mit Flüssiggas, keine Druckgasflaschen und keine Spraydosen lagern
  • Brennbare Flüssigkeiten dürfen nur in den erlaubten geringen Mengen entsprechend der  Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) gelagert werden
  • Handwerks- und Bastelarbeiten, bei denen Lösungsmitteldämpfe freigesetzt werden oder bei denen mit offener Flamme hantiert wird, sind in Kellerräumen zu unterlassen
  • Reinigungsöffnungen der Schornsteine sind zugänglich zu halten
  • bei Holzbalkendecken muss der Unterputz unbeschädigt sein
  • Eingefrorene Wasserrohre nie mit offener Flamme auftauen
  • Zuluftöffnung von Heizräumen offen halten, Feuerlöscher und Absperrorgane müssen zugänglich sein
  • bei Ölheizungen: Anstriche, Beleuchtung, Rohrverbinder und den Grenzwertgeber in Ordnung halten

nach oben

Brandschutzgerechtes Verhalten im Wohnbereich

Die Entstehungsursachen von Wohnungsbränden sind so vielfach, dass eine komplette Aufzählung fast unmöglich erscheint. Die kleinsten Ursachen können oftmals verheerende Ausmaße annehmen. Es wird immer wieder festgestellt, dass die häufigste Ursachen der Brandentstehung in der Nutzung von defekten und veralteten, elektrischen Haushaltsgeräten zu finden sind.

Aus diesem Grunde bitten wir Sie folgende Hinweise zu befolgen:

  • Reparaturen an Gas- und Elektrogeräten nur vom Fachbetrieb durchführen lassen
  • Eingeschaltete Elektrogeräte, wie Bügeleisen, Herd, Kaffeemaschine usw. nie unbeaufsichtigt lassen
  • Nur VDE- und GS-Zeichen geprüfte Elektrogeräte verwenden
  • Bei Ofenheizung erst die Feuerungstür schließen, wenn der Brennstoff durchgebrannt ist
  • Keine brennbaren Stoffe in unmittelbarer Nähe des Ofens lagern
  • Asche im Metallbehälter aufbewahren und erst nach Abkühlung entsorgen
  • Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten, Altpapier und feuergefährlichen Abfällen in der Wohnung unbedingt vermeiden
  • Niemals offenes Feuer (z.B. Kerzen) unbeaufsichtigt lassen
  • Brennendes Fett (z.B. in Pfanne oder Fondue-Gerät) nie mit Wasser löschen, sondern mit Wolldecke oder passenden Deckel ersticken
  • Zigaretten- oder Zigarrenreste nur in nichtbrennbaren Behältnissen ablegen
  • Niemals im Bett rauchen

nach oben

Brandschutzgerechtes Verhalten im Dachbereich

Typische Brandursachen für Dachstuhlbrände sind fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftungen. Serientäter stecken Gerümpel in leicht zugänglichen Dachböden an, Kinder spielen und "kokeln", Obdachlose übernachten in unverschlossenen Dachböden und hantieren leichtsinnig mit offenem Feuer.

  • Türen zu Dachböden immer abschließen
  • Dachböden müssen entrümpelt sein
  • Dachböden regelmäßig auf Nachtlager oder "Kinderspielplätze" kontrollieren
  • Treppenaufgänge und Treppenpodeste nie als Abstellplatz missbrauchen (Rettungsweg für Bewohner und Angriffsweg für die Feuerwehr)
  • Dachböden elektrisch beleuchten (VDE-Richtlinien beachten)
  • In Dachböden nicht rauchen, kein offenes Feuer benutzen
  • Leitern für Dachausstiege müssen vorhanden und sicher begehbar sein

nach oben